

New York, NY – 23. Juli 2026 – Der weltweit führende Anbieter von Lösungen für bargeldloses Bezahlen Verifone hat heute das US-Patent Nr. 12.664.553 angemeldet. Es beschreibt eine innovative Sicherheitstechnologie, die es Bezahlgeräten ermöglicht, sich kontinuierlich selbst auf physische Manipulationen zu überwachen, einschließlich Bedrohungen, die für das menschliche Auge unsichtbar sind. Dieses neue Patent erweitert das umfangreiche globale Patentportfolio von Verifone im Bereich der physischen Sicherheit von Terminals.
Die Technologie wurde entwickelt, um insbesondere Händler und Kunden zu schützen, die täglich auf unbeaufsichtigte Bezahlgeräte angewiesen sind: an Zapfsäulen, Automaten, Selbstbedienungskassen und Outdoor-Kiosken verarbeiten diese Terminals Millionen von Transaktionen ohne Personal vor Ort. So können Kriminelle versteckte Geräte anbringen oder einführen, um während der Transaktion unbemerkt Kartendaten zu stehlen.
Das sogenannte Karten-„Skimming“ bleibt eine der hartnäckigsten und kostspieligsten Bedrohungen im Zahlungsverkehr. Experten schätzen, dass die Betrugsmethode US-Verbraucher und Finanzinstitute jährlich etwa 1 Milliarde US-Dollar kostet [1], während Daten von FICO zeigen, dass Skimming-Vorfälle 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 5 % gestiegen sind [2]. Auch in Deutschland ist Skimming verbreitet [3]. Dabei wird eine winzige, fast unsichtbare Vorrichtung in den Kartenschlitz geschoben, ohne dass sich Aussehen, Geräusche oder Haptik des Bezahlgeräts für den Nutzer verändern.
Funktionsweise
Herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen wie physische Siegel, mechanische Sensoren oder manuelle Inspektionen können von Angreifern, die wissen, worauf sie achten müssen, umgangen werden. Der Ansatz von Verifone ist anders. Anstatt zu versuchen, eine bestimmte Art von Angriff zu erkennen, lernt das Terminal, wie sein „Normalzustand“ aussieht und sich anfühlt, und registriert jede Abweichung davon. Ein von außen unsichtbares Lesegerät, das im Kartenschlitz versteckt wurde, verändert die Art und Weise wie Funksignale im Inneren des Geräts reflektiert werden – und das Terminal kann darauf reagieren.
„Anstatt das Terminal darauf zu programmieren, eine spezifische Angriffsart zu erkennen, haben wir es so konzipiert, dass es autonom erkennt, wenn sich seine physische Umgebung auf verdächtige oder unnatürliche Weise verändert hat“, sagt Will Morgan, Verantwortlicher für Informationssicherheit bei Verifone. „Sicherheit ist in der Bezahl-Infrastruktur von größter Bedeutung, weshalb wir ständig neue Wege entwickeln, um Kriminellen einen Schritt voraus zu sein. Ein Funkmodul kann Veränderungen wahrnehmen, die ein vorbeigehender Mensch niemals bemerken würde, und das kontinuierlich und ohne zusätzliche Bauteile.“
Da die Funkfähigkeit in vielen modernen Zahlungsterminals bereits integriert ist, kann dieser Schutz per Software bereitgestellt werden, ohne dass neue Hardware erforderlich ist oder Geräte ausgetauscht werden müssen.
Hardware- und Softwaresicherheit im Umfeld wachsender Bedrohungen
Angreifer beschränken sich schon lange nicht mehr nur auf Hardwaremanipulation. Sie kombinieren in ihren Strategien Hardware- mit Softwareangriffen, greifen beide Ebenen der Gerätesicherheit gleichzeitig an und umgehen so die Grenzen eindimensionaler Sicherheitskonzepte. Die softwarebasierte Manipulationserkennung von Verifone adressiert die physische Ebene, während die Aktualisierung der Terminal-Software die zweite Ebene absichert.
Das zeigt: Händler können ihre Sicherheit und die ihrer Kunden mit regulären Software-Updates verbessern. Im Rahmen eines „Monats der Sensibilisierung für Cybersicherheit“ startet Verifone im Oktober die jährliche Kampagne Verify Your Verifone Security, die Händler jeder Größe dabei unterstützt, ihre Terminal- und Softwaresicherheit zu überprüfen und sich gegen aktuelle Bedrohungen zu wappnen.
[1] FBI: Skimming Scams (englischsprachig)
[2] FICO BLOG: The State of Card Skimming in the US: 2025 Year in Review (englischsprachig)
[3] Polizei Hessen: Betrug an Geldautomaten: Skimming
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